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Malgrat 1991
Deensen 1991

!!! OLE !!!
Panthers in Spanien Band II

9. Internationales Basketballturnier, Malgrat/Spanien, 17. - 26 Mai 1991
Ganz Spanien ist von Touristen besetzt. Ganz Spanien? Nein, in einer kleinen Stadt an der Costa Brava findet sich noch eine kleine Gruppe von Nicht-Touristen, sogenannten Sportlern. Auf dem ersten Blick sind die Unterschiede zum Touristen nicht sehr groß. Im Detail sind die Unterschiede dann doch deutlich erkennbar, so zum Beispiel in der Wahl des Transportmittels, der so gar nicht dem Touristen-Motto „je mehr, desto besser" entspricht. Es ist ein Hotelbus, die Sitze in 4er-Gruppen mit Tisch anordnet, der die Fahrt, wenn auch nicht zum reinen Vergnügen, so doch zumindest zu einem komfortablen Unterfangen macht. Auch die Unterkunft entspricht nicht dem Touristen-Standard. Das Haus ist nur zwei Stockwerke hoch und es herrscht eine fast familiäre Atmosphäre.
Photos
"Schwesteros" Ute Warten auf den Bus Unser Paule im dänischem Trikot
Nach dem Spiel Panthers vs. Denmark Traditionelles Schaulaufen Traditionelles Schaulaufen
9 Helden Dirk & Paule

Und da sind sie auch schon, unsere 10 Helden, halt, eigentlich sollten es doch 13 sein. Aber hier sind es wirklich nur 10, die sich zum Sektempfang eingefunden haben. Mal sehen, wer alles da ist:

Capitanos Andre, Entscheidungen fallen manchmal so schwer
Finansos Pesetos Guido, legte sein Bett für eine Nacht noch tiefer
Organisatos Dirk, konnte die hohen Golferwartungen nicht erfüllen
Doctorus Panthos Norbert, ... und der Panther war wieder dicht
Sonnos Nicole, jeder Strahl wird genutzt
Spruchos Hudson, nenn mich nich den dicken Didi
Schwesteros Ute, Hurra, ich habe jetzt vier Brüder
Kaputos Knieos Andreas, das war jetzt mein Abschiedsspiel (das wievielte?)
Los Zehnos Stefan, brauchte nur eineinhalb Stunden für einen Zehner
Los Streikos Andrea, und es fuhr kein Zug nach Blanes

Logo

Und dort kommen auch schon die drei noch fehlenden Akteure. Es führen zwar alle Wege nach Rom, aber nicht nach Malgrat.

El Coachos Alex, hat dann doch noch selbst gespielt
Schlafos Nobby, wenn er wach war, aß er
Hollandos Bernie, fuhr doch früher zurück

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei unseren Helden um Sportler. Eine Gruppe von Menschen, die sich durch Dynamik, Aktivität, Enthaltsamkeit und Ausdauer auszeichnet. Diese Punkte wollen unsere Helden in drei Basketballspielen unter Beweis stellen. Die Vorstellung verläuft jedoch nicht überzeugend und schon sieht man die ersten Zweifler: Sind das wirklich Sportler oder sind es nur gut getarnte Touristen?

Wir wollen diese Frage nicht aus den Augen verlieren, uns aber zunächst den einzelnen Spielen zuwenden. Mit einer etwas größeren Anstrengung und Konzentration (beides war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr oder noch nicht verfügbar) wäre im ersten Spiel sicherlich ein Sieg möglich gewesen, doch unsere Helden verlieren gegen das österreichische Team mit 4 Punkten. Gegen die spanische Mannschaft aus Malgrat ziehen sie sich dann etwas eleganter aus der Affäre, wenn auch die Niederlage deutlicher ausfällt. Am nächsten Tag, im letzten Spiel gegen das blaue Wunder aus Buchholz, heißt die Devise eindeutig: die Niederlage im Rahmen halten. Mit einer disziplinierten Leistung (auch so etwas können unsere Helden gelegentlich) gelingt dies auch, wenn auch die eigene Korbausbeute etwas mager ist, insbesondere in der ersten Halbzeit. Ein einziger Korb ist einfach zu wenig. Wie sympathisch unser Team ist (also doch keine Touristen) zeigt das Publikum, das geschlossen hinter den Panthern steht (oder liegt es nur am Ergebnis?).

Betrachten wir das Bild der Zuschauer, so fällt auf, daß das Damenteam aus Kopenhagen, Dänemark fehlt, zu dem unsere Helden schnell Kontakt gefunden haben.

Das Maskottchen

Also doch Touristen? Nein, nein. Hier haben sich einfach zwei Teams gesucht und gefunden. Lustig gesellt sich halt zu lustig. Zugegeben, etwas nachgeholfen wurde hier und dort schon, aber das gehört zum Leben. Auf Zufälle alleine kann man sich nicht verlassen. Verlief der erste Abend noch etwas steif, so ist spätestens beim gemeinsamen Spiel auf dem freiplatz jegliches Eis gebrochen. Hier wird nicht nur Basketball gespielt, sondern auch viel Spaß gemacht. In Dänemark gibt es den berühmten Zaubertrank, der wohl nicht unbesiegbar macht, dafür aber ausgezeichnet schmeckt, fast wie ein Kräuterschnaps. Beim abschließenden Umtrunk fallen dann auch die letzten Grenzen. Zitat: „Sam Miguel breaks every language barrier!"

Womit wir auch schon bei den Sprüchen angelangt wären. Hier alle, oder auch nur eine kleine Auswahl zu veröffentlichen würde den Rahmen jeder Zeitung sprengen und wir bitten daher, Interessenten sich direkt an Hudson (Adresse bei der Redaktion erhältlich) zu wenden. Exemplarisch haben wir die neueste Filmhitliste abgedruckt, zusammengestellt von Hudson & Co:

1. Der sich den Wolf säuft
2. Guck mal, wer da bricht
3. Drink harder Teil II (mit Bruce Promillos)
4. Breakfast for one
5. Jenseits vom Tresen
6. Hudson allein vorm Zimmer
7. Apokalypse Now
8. The Day After

So gehen die Tage ins Land. Aber das Motto lautet ja: „We are not here for happiness, we are working." Auf der Minigolfanlage versuchen sich unsere Helden mit allen Mitteln am Bahnrekord, aber mehr als ein Gleichstand schaffen sie nicht und verpassen somit die Flasche Sekt. Ansonsten verbringen sie die Zeit am Strand oder im Bett, denn irgendwann muß der Mensch ja mal schlafen. Die Nächte sind den Discotheken vorbehalten. Diskothek ist in diesen Fällen eigentlich das falsche Wort. Beim MOUSTACHE handelt es sich mehr um eine Hard Rock Bar („O tempora! O mores! O 1990!") und das GLASS glich mehr einem Casino mit verbotenem Glücksspiel: Werden sie heute nur HipHop spielen oder ist auch etwas für unsere Helden dabei? Der häufige Besuch dieses Casinos bringt im übrigen eine neue Einheit hervor, das bpm (beats per minute). Und nur den netten Kontakten ist es zu verdanken, daß selbst bei einem Wert von über 120 bpm unsere Helden nicht flüchten.

Und wieder müssen wir uns die Frage stellen, handelt es sich am Ende doch nur um gut getarnte Touristen?

Glass

Dazu beobachten wir sie an ihrem letzten Abend. Geschlossen treten sie auf, gehen zielstrebig in die Altstadt und dort in die Rock Bar. Sie bestellen zwei Liter Sangria - in einem Stiefel. Und dann geht's los, das lustige Stiefeltrinken. Als sie zwei Stunden später die Bar verlassen, sind es vier Stiefel geworden. Typisch Touristen! Zum Abschiedsbesuch gehen sie ins Moustache. Noch einmal richtig abtanzen, dann weiter Richtung Glass. Hier Treffen unsere Helden (oder Touristen) auf einen Teil der Däninnen, die etwas enttäuscht von ihrer Beach Party kommen. Irgendwie haben die Panthers wohl doch gefehlt, wie sie uns später berichten. Einige unserer Helden wären wohl auch gerne dort gewesen.

Eine abschließende Beurteilung unserer Helden kann nicht eindeutig erfolgen.

Touristische Ansätze sind durchaus vorhanden, werden auch nicht verleugnet, sind aber nicht ausgeprägt genug, um sie als solche abzustempeln. Sie bleiben damit das, was wir von ihnen erwarten, eine Gruppe mit Ecken und Kanten zum Gernhaben.

Bevor wir nun zum Schlußbild umblenden, noch ein kurzer Ausblick auf die nächste Folge. Dort werden wir wohl die meisten unserer Helden wiedersehen, einige werden hinzukommen, wir bauen da auch auf den Nachwuchs. Und dann füllen wir vielleicht sogar ein ganzes Gefährt mit Panthern und Pantherinnen. Warten wir es ab und schauen wir uns nun das Schlußbild an.

Sonntag morgen 11 Uhr. 10 (Fast-)Nicht-Touristen stehen mehr oder weniger braungebrannt, aber auf jeden Fall ausgelaugt um ihre Taschen und warten auf ihre Fahrdienste nach Hause. Und jedesmal, bis zum letzten Fahrzeug, erschallt der Spanien-Spruch 1991, mit dem auch wir hier enden wollen:

Uuuuuuuuuuuund tschüß!!!

Dirk (aus: Panther News Ausgabe 3, Januar 1992)

Die Panthers
Andreas, Guido, Dirk, Hudson, Stefan, Alex, Nobby, Andre, Norbert Z, Bernie und die Fanpanthers Andrea, Nicole M und Ute
Noch mehr Infos
> Malgrat Basquets

  

Letzte Änderung: 29.09.2001