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Malgrat 1990
Grünstadt 1990

U N G L A U B L I C H
BCPP in Malgrat/Spanien

Malgrat/Spanien, 01. - 10. Juni 1990

DER ANFANG

Neben den 12 Sporttaschen stehen 12 mißmutig reinschauende Menschen am Seidenweberhaus. Soeben ist unser Hotelbus vorgefahren. Die Sitze in der üblichen Anordnung hintereinander und nicht gegenüber mit einem kleinen Tisch dazwischen, geradeso wie bei den zwei Bussen der Konkurrenz, die etwas weiter vorne stehen. Ungläubige Blicke. Das soll ein Hotelbus sein? Es ist einer, und nicht der schlechteste, aber auch nicht der beste, wie zwei von uns später erfahren dürfen.

Photos
Teamteile (Photo dank Michi aus TÜ)

Als es dann auf der Niederrhein-Rundreise über Mönchengladbach, Rheydt, Düsseldorf und Leverkusen zwei Stunden lang keine Getränkeausschank gibt, erreicht die Stimmung ihren ersten und wie sich später auch zeigen wird, auch letzten Tiefpunkt. Doch je mehr Kilometer gefahren werden, desto besser wird die Stimmung. Nach einer Nacht, die den meisten nicht sehr viel Schlaf bringt, erreichen wir Malgrat gegen 9 Uhr und sind 15 Minuten später in unserem Traumhotel. Es liegt direkt am Strand (als einziges in Malgrat), ist keines dieser Betonbunker und besitzt als wichtigstes Merkmal eine Strandbar.

Beim ersten Infogespräch an eben dieser Bar wird bekannt, daß wir auch im Turnierspielplan Glück haben. Das erste Spiel ist am Abend des nächsten Tages und die beiden weiteren (mehr war uns nicht gegönnt) am Tag darauf.

Am Nachmittag erfolgt dann der traditionelle Umzug aller Mannschaften durch die Altstadt Malgrats mit anschließender Eröffnungsfeier mit Darbietungen aus der Akrobatik, dem Kunstradfahren, Rock'n'Roll und der Sportgymnastik. Es ist ein buntes, ansprechendes Programm.

DAS TURNIER

Im ersten Spiel geht es gegen den späteren Gruppensieger, den Veteranen aus Malgrat. Obwohl wir zur Pause mit 8 Punkten führen, verlieren wir das Spiel mit einem Punkt. Die Ursache für die Niederlage liegt sicherlich in vielen persönlichen Fehlern, doch letzten Endes zeigt sie, daß wir einfach noch nicht clever genug sind.

Im zweiten Spiel können wir dann groß auftrumpfen und zeigen unser bestes Spiel gegen einen Gegner, der sicherlich nicht zu unterschätzen war.

Das letzte Spiel zeigt deutlich, wie weit wir von einem Gruppensieg, der das Weiterkommen, aber gleichzeitig auch das Ausscheiden in der nächsten Runde bedeutet hätte, entfernt gewesen sind.

Insgesamt war das Niveau der 40 Mannschaften sehr unterschiedlich und fand seine obere Grenze im Endspiel, das Zweitliganiveau besaß. In diesem Spiel sah man auf beiden Seiten Dunkings, 3-Punkte-Würfe, aber auch schnelles, sicheres Spiel mit schönen Kombinationen. Dabei kam auch die Spannung nicht zu kurz. Drei Verlängerungen waren nötig, um den Turniersieger zu ermitteln.

Gleichzeitig fand ein Damenturnier statt, das ebenfalls auf hohem Niveau ablief. Hier schwand unser Interesse aber vorzeitig, da „unser" Team ebenfalls frühzeitig ausschied. Doch dazu später mehr. Bleibt noch zu erwähnen, daß wir nur 4 Punkte schlechter waren als die späteren Turniersieger, der die Veteranen, gegen die wir bekanntlich mit einem Punkt verloren, mit drei Punkten besiegten.

Bei der Siegerehrung überreichten wir dem Veranstalter unser Maskottchen, einen aufblasbaren Pink Panther mit unseren Unterschriften. Den Pokal, den ersten in unserem jungen Verein, füllten wir mit Sekt und anderen „Heilwässern" und feierten den Gewinn ausgelassen in unserer „eigenen" Disco Moustache.

Auf keinen Fall fehlen darf unser Busstory. Zwei Teilnehmer mußten uns schon vorzeitig verlassen. Die zwei fanden sich an einem regnerischen Nachmittag mit einem 7-köpfigen Verabschiedungskomitee an jener Stelle ein, die sie mit dem Busfahrer der Hinfahrt ausgemacht hatten und die nicht dem normalen Haltepunkt entsprach. Wir setzten uns in die nächste Bar mit Blick auf jene Stelle. Die Abschiedsrunde wurde bestellt (acht und eins) und konnte in aller Ruhe getrunken werden, denn es dauerte eine Dreiviertelstunde bis wir endlich den Bus erblickten. Wir verließen die Bar und staunten nicht schlecht, als der Bus um die nächste Ecke fuhr und keine Anstalten machte anzuhalten. Da half auch alles winken nichts. Er war weg. Noch hofften wir. daß er nur einmal um den Block fahren würde, doch diesen Bus sahen wir nicht wieder. Die beiden Abreisenden wurden in ein Taxi gesetzt, um den Bus in Lloret einzuholen.

Wir saßen gerade beim Abendessen und überlegten, ob wir an der Tür ein Willkommens-Schild anbringen sollten, als die beiden in den Speisesaal traten. Die Suche nach dem Bus war erfolglos geblieben. So konnten die beiden einen weiteren Tag in Spanien verbringen, worüber sie nicht allzu traurig zu sein schienen. Der Busunternehmer reagierte schnell und unkompliziert und buchte die beiden auf einen Bus der Konkurrenz. Und so gelangten die beiden in den Genuß, ein anderes Unternehmen auszuprobieren, und wir wissen nun, wo wir im nächsten Jahr buchen müssen.

HAST DU KEINE LUST MEHR, ODER WAS?

Nachdem nun alles über die Fahrt gesagt ist, fehlt noch die Teilnehmerliste. Da wir gerade von Fehlen reden. Bei der Aufnahme des Photos im Marineland fehlt Andreas (1), der seine persönliche Auszeit nahm (oder träumte er schon von der Nummer 8?).

(2) Dem Trainer graut es schon hier vor der Rückfahrt
(3) Der „Alte Schwede" unterschreibt nun auch mit diesem Namen
(4) Hatschi-Hatschi, der Mann, dem nur noch die Stoppuhr fehlte
(5) In einem Spiel plädierte Stefan erneut für die Eröffnung einer neuen Abteilung: Faustkampf
(6) Andrea machte die Spanier verrückt, insbesondere jene im Moustache
(7) Unser Gastspieler Hudson, dem wir so manchen Spruch verdanken
(8) Nicole mußte auf ihr Einzelzimmer einen Tag länger warten
(9) Guido, unser Autogrammjäger
(10) Captain, mein Captain
(11) Der Reiseleiter, man nannte ihn auch Indy
(12) Noch strahlte Bernie, doch am Abend schaut er sehr brummig, hat ihn doch der Bus stehen gelassen. Und Dagmar wartet.

(Dirk, hast Du das passende Photo noch zu dieser Aufzählung???)

DIE ANDEREN MANNSCHAFTEN

Über diese gäbe es nicht viel zu berichten, hätten nicht nach uns die Frauen des SV 03 Tübingen gespielt. Sie spielten gegen ein späteres Endspielteam und lagen hoffnungslos zurück. Da mußten wir sie einfach anfeuern. Es half leider nicht viel, doch es war der Beginn einer langen Freundschaft...., denn von nun an feuerten sich unsere Teams gegenseitig an. Bei ein, zwei Spielen hatten wir auch Erfolg, so daß wir zumindest das beste Supporter-Team waren. Zur Endspielteilnahme reichte es leider nicht, jedoch spielten wir ein hervorragendes Freundschaftsspiel untereinander, das allen Beteiligten großen Spaß machte. Das aus dieser Teamfreundschaft auch private entstanden, kann zwar nicht als zwangsläufig bezeichnet werden, doch wer unser Team kennt, den wird's kaum wundern.

DAS NACHTLEBEN

Hier gibt es nur ein Zauberwort: MOUSTACHE!

Die kleine Disco-Kneipe lag direkt gegenüber von unserem Hotel. Am ersten Abend war es noch bloßer Zufall, daß wir dorthin gerieten, doch spätestens am zweiten Abend hatten wir sie fest in unserer Hand. Nach dem vierten Abend hatten wir zwar wirklich keine Lust mehr dort hinzugehen, doch wir landeten jeden Abend dort. Dies alleine wäre ja noch nicht so schlimm, aber am zweiten Abend brachte der Autor dieses Artikels eine bunt gemischte Kassette mit BAP's „Verdamp lang her" mit, da die Disco über keine deutschen Songs verfügte und diese Kassette wurde nun fortlaufend jeden Abend gespielt, sobald wir einen Fuß durch die Tür setzten. Ich glaube, jeder Teilnehmer kennt sie inzwischen auswendig und sollte „Verdamp lang her" demnächst in den spanischen Charts erscheinen, dann wißt ihr warum.

Desweiteren wurden zwei Teilnehmer gleich am ersten Abend Clubmitglieder in der größten Disco des Ortes. Für die schlappe 15,- DM pro Person erhielten sie ihre Privat-Club-Card. Doch gegen das Moustache kam diese Disco einfach nicht an und so wurden die Karten nur noch wenige Male genutzt, unter anderem von zwei Basketball-Fanatikern, die sich die Live-Übertragung eines NBA-Endspiels anschauten.

Über die vielen anderen Geschichten, wie nächtliche Poolorgien und vollmondige Strandnächten legen wir besser den Mantel des Schweigens.

WAS PASSIERTE AUßERDEM?

Hier noch alles aufzuzählen, was erwähnenswert wäre, kann und soll nicht der Sinn dieses Berichtes sein. Trotzdem sollen noch ein paar Splitter genannt werden.

Zunächst besitzt unser Verein einen Schutzheiligen namens „San Miguel" (für die Uneingeweihten: Dies ist ein spanisches Bier). Und das Standardgebet für ihn lautet: „Neun und Eins." Übersetzt in die christliche Sprache heißt das soviel wie „neun Bier und eine Cola".

Erwähnenswert ist noch unser Besuch im „Marineland". Dies ist ein großer Freizeitpark mit Delphinschau und Erlebnis-Schwimmbad. Auch hier hatten wir mal wieder unglaubliches Glück, denn gerade vor einer Woche hatte ein Delphin-Baby das Licht der Welt erblickt und schwamm einträchtig neben seiner Mutter durch das Becken. Das Erlebnis-Schwimmbad bestand im wesentlichen aus verschiedenen Rutschen. Da war zum einen die Hochgeschwindigkeitsrutsche, auf der jeweils drei Personen auf geradem Weg herunterrutschen konnten. Da hieß es natürlich Rennen zu rutschen und hätte Ramin eine Stoppuhr gehabt, er wäre von dieser Rutsche nicht mehr wegzubekommen gewesen. Die anderen Rutschen waren kurvenreicher und für Rennen nicht zu gebrauchen, mit anderen Worten völlig uninteressant.

Dirk (aus: PANTHER NEWS Ausgabe 2)

    

Letzte Änderung: 1998